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ETFs vs. Indexfonds

ETFs und Indexfonds sind ähnlich, weisen aber einige wichtige Unterschiede auf. Erfahren Sie, was sie sind und wie sie gehandelt werden.

Wenn Sie sich entschlossen haben, mit dem Investieren zu beginnen, müssen Sie einige Entscheidungen treffen, zum Beispiel zwischen einem aktiven und einem passiven Fonds. Wenn Sie sich für einen passiven Fonds entscheiden, können Sie zwischen börsengehandelten Fonds (ETFs) und Indexfonds wählen, aber was ist der Unterschied?

In der Praxis haben sie eine Menge gemeinsam. Beide bilden einen Index möglichst genau und kostengünstig ab und verzichten auf den Einsatz eines Anlageverwalters bei der Aktienauswahl. Allerdings gibt es Unterschiede in der Funktionsweise, die sich auf Ihre Wahl auswirken können.

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Investieren birgt ein Verlustrisiko
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Freedom Finance
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Nein
Zugang zum globalen markt
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Investieren birgt ein Verlustrisiko
Smartbroker
AU, BE, DK, UK, FI, FR, HK, IT, JP, CA, NL, NO, AT, PT, SE, CH, SG, ES, US
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Smartbroker ist seit Ende 2019 am Markt und bietet Wertpapierhandel zum günstigen Festpreis an.
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Investieren birgt ein Verlustrisiko
Neukunden erhalten bei Eröffnung eines Accounts eine kostenlose Aktie im Wert von 5 bis 200€. Bitte beachten Sie, dass der Aktienwert bei Zuteilung aufgrund von Kursschwankungen außerhalb des angegebenen Bereichs liegen kann. Es gelten die AGB.
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Was ist ein ETF?

ETFs sind Sammlungen von Anlagen, die zusammengestellt wurden, um die Leistung eines Index abzubilden. Stellen Sie sich das wie ein indisches Fertiggericht aus dem Supermarkt vor, das Sie in die Mikrowelle werfen. Es ist nicht dasselbe wie Ihr indisches Essen zum Mitnehmen, aber es ist ein guter Ersatz, leicht zugänglich und kostengünstig.

ETFs sind im Allgemeinen billig und liquide (d. h. sie können leicht gekauft und verkauft werden). Sie sind für eine breite Palette von Indizes, Rohstoffen und anderen Anlageklassen erhältlich.

Alle passiven Fonds sind kostengünstig, aber die größten Aktienindex-ETFs, wie der S&P 500 und der MSCI World, sind für eine jährliche Gebühr von weniger als 0,1 % erhältlich. Mit zunehmender Größe der Fonds sind auch die Gebühren tendenziell niedriger geworden.

ETFs bieten im Allgemeinen ein breiteres Spektrum an Anlagemöglichkeiten als Indexfonds, die auch Währungen, Rohstoffe und Zinssätze umfassen. Sie können auch eine Hebelwirkung aufweisen, und es ist möglich, “Short”-ETFs zu kaufen, bei denen die Anleger von fallenden Kursen eines Index profitieren können. Dadurch sind sie bei Händlern beliebt, die kurzfristige Positionen an den Märkten eingehen oder eine differenzierte Portfoliopositionierung anstreben.

Was sind Indexfonds?

Indexfonds haben ein offenes Ende. Das bedeutet, dass jederzeit Änderungen vorgenommen werden können. Dies unterscheidet sie von geschlossenen Fonds, bei denen der Kapitalpool immer gleich groß ist. Indexfonds werden nicht an der Börse gehandelt: Die Aktien werden täglich auf der Grundlage ihres aktuellen Nettoinventarwerts bewertet.

Das bedeutet, dass der Nettoinventarwert immer den Preis der zugrunde liegenden Vermögenswerte widerspiegelt, im Gegensatz zu geschlossenen Fonds, die mit einem Ab- oder Aufschlag zum Nettoinventarwert gehandelt werden können.

Indexfonds sind erfrischend einfach. Die Anleger kaufen direkt beim Anbieter oder über eine Anlageplattform. Sie wissen, dass sie die Performance des Index abzüglich der damit verbundenen Gebühren erhalten. Indexfonds bilden den Markt in der Regel durch physische Nachbildung ab, d. h. sie kaufen alle im Index enthaltenen Aktien in ihrer exakten Gewichtung im Index. Wo dies nicht möglich ist, können einige Anbieter den Index durch “Sampling” nachbilden, d. h. sie kaufen wichtige Aktien, deren Wertentwicklung der des Index sehr ähnlich ist.

ETFs vs. Indexfonds: Die Gemeinsamkeiten

  • Nachbildung eines Index oder einer Aktie. Sowohl ETFs als auch Indexfonds zielen darauf ab, die Wertentwicklung einer Aktie oder eines Index so genau wie möglich nachzubilden, ohne dass ein Anlageverwalter eingreifen muss.
  • Geringeres Risiko. Sowohl ETFs als auch Indexfonds bergen ein geringeres Risiko als einzelne Aktien und Anleihen.
  • Sie bilden dieselben Indizes ab. ETFs und Indexfonds bilden viele der gleichen Indizes ab, z. B. den S&P 500 oder den FTSE All-Share.
  • Vielfältige Anlagemöglichkeiten. Beide bieten eine große Auswahl an Märkten und Anlageklassen.
  • Kosten. Sowohl ETFs als auch Indexfonds zielen darauf ab, die Kosten für den Anleger zu senken.
  • Steuerliche Vorteile. Beide haben steuerliche Vorteile, wie z. B. das steuerfreie Aufrollen von Kapitalgewinnen innerhalb des Fonds.

ETFs vs. Indexfonds: Die Unterschiede

  • Geschichte. Passive Fonds gibt es schon viel länger als ETFs. Jack Bogle von Vanguard legte 1975 den ersten passiven Fonds auf, während es börsengehandelte Fonds erst seit 1993 gibt, als State Street seinen ersten SPDR ETF auflegte, der ebenfalls auf dem S&P 500 basiert.
  • Indexfonds sind weiter verbreitet. Und das, obwohl ETFs in den letzten Jahren einen gewissen Aufschwung erlebt haben.
  • Kauf und Verkauf. ETFs werden an der Börse gekauft und verkauft, was bedeutet, dass die Anleger einen sofortigen Preis erhalten und die Transaktion gemäß den Abrechnungsbedingungen der Börse durchführen. Indexfonds werden nur einmal am Tag gehandelt, und es kann einige Tage dauern, bis eine Position liquidiert und abgerechnet ist.
  • Zeitrahmen. Aufgrund der Art und Weise, wie sie gehandelt werden, eignen sich Indexfonds eher für längerfristig orientierte Anleger, während börsengehandelte Fonds eher für diejenigen geeignet sind, die flexibler handeln möchten.
  • Mindestanlagebeträge. Bei Indexfonds ist die Mindestanlage in der Regel höher. Bei börsengehandelten Fonds kann sie bei nur 50 Pfund liegen, bei Indexfonds hingegen bei 3.000 Pfund oder mehr.

ETFs vs. Indexfonds: Gebühren

Maklergebühren
Da ETFs wie normale Aktien gehandelt werden, müssen Anleger bei jeder Transaktion eine Maklergebühr zahlen. Je nach Plattform können sich diese Gebühren summieren, was sie zu einer schlechten Wahl für regelmäßige Sparer macht, die versuchen, jeden Monat kleine Beträge anzulegen – die Handelskosten können am Ende einen unverhältnismäßig hohen Anteil der Gesamtinvestition ausmachen.

Geld-Brief-Spanne
Bei börsengehandelten Fonds müssen Anleger auch die Geld-Brief-Spanne berücksichtigen (die Differenz zwischen dem Preis, zu dem der Broker bereit ist, zu kaufen und zu verkaufen). Diese ist bei großen, liquiden ETFs, die auf großen Indizes basieren, in der Regel sehr gering, kann sich aber bei kleineren ETFs ausweiten.

Jährliche Verwaltungsgebühr
Sowohl für börsengehandelte Fonds als auch für Indexfonds zahlen die Anleger eine geringe jährliche Verwaltungsgebühr zuzüglich einer Gebühr für das Halten der Fonds auf einer Anlageplattform.

Der Unterschied in der jährlichen Verwaltungsgebühr zwischen börsengehandelten Fonds und ihrem Indexfonds-Äquivalent ist relativ gering.

Kosten der Neugewichtung
Offene Fonds müssen ständig neu gewichtet werden, um Zu- und Abflüsse auszugleichen. Dies verursacht einige Handelskosten. Bei börsengehandelten Fonds ist dies nicht der Fall, da sie über ein einzigartiges Verfahren verfügen, das als Sacheinlage bezeichnet wird und bei dem ETF-Anteile mit einem vergleichbaren Wertpapierkorb geschaffen und zurückgenommen werden. Das bedeutet, dass bei ETFs diese Transaktionskosten nicht anfallen.

Barmittelbindung
Offene Fonds müssen einige Barmittel halten, um Rücknahmen zu erfüllen. Dabei handelt es sich um Barmittel, die nicht auf dem Markt eingesetzt werden und die zu keinem Zeitpunkt Dividenden erwirtschaften. Zwar kann dies einem Indexfonds in Zeiten fallender Märkte zugute kommen, doch in den meisten Fällen wirkt sich dies negativ auf die Rendite aus.

Ausschüttungspolitik
Indexfonds legen Dividenden sofort wieder an (es sei denn, der Anteilsinhaber hält Ertragsanteile; in diesem Fall werden sie ausgezahlt). Bei börsengehandelten Fonds müssen die Dividenden bis zum Ende des Quartals in bar gehalten werden. Dies kann einen Unterschied machen, wenn die Dividenden hoch sind und die Aktienkurse schnell steigen.

ETFs vs. Indexfonds: Was ist das Richtige für mich?

Keiner von beiden ist unbedingt besser als der andere. Welche Option die richtige ist, hängt von Ihnen, Ihren Umständen und Ihren Anlagezielen ab. Es lassen sich jedoch einige allgemeine Punkte festhalten:

ETFs eignen sich eher für

  • Anleger, die schnell in den Markt ein- und aussteigen wollen
  • Diejenigen, die mit kurzfristigen Bewegungen oder mit Hebelwirkung handeln wollen
  • Anleger, die eine möglichst große Auswahl an Anlageklassen wünschen
  • Anleger, die kleine Beträge investieren wollen
  • Diejenigen, die eine völlig transparente Preisgestaltung wünschen

Indexfonds eignen sich eher für

  • Langfristige Anleger oder diejenigen, die regelmäßig kleine Beträge sparen
  • Anleger, die in Regionen mit hohen Dividenden investieren
  • Anleger, die größere Beträge investieren wollen
  • Anleger, die in Mainstream-Indizes investieren möchten

Zusammengefasst

In der Praxis dürfte der Unterschied zwischen den Renditen eines ETF und eines Indexfonds desselben Anbieters minimal sein. Die Kosten und die Wertentwicklung dürften ähnlich sein. Die eigentliche Entscheidung hängt davon ab, welcher Anlegertyp Sie sind und wie der Fonds gekauft und verkauft werden soll.

Haftungsausschluss: Die von uns bereitgestellten Informationen stellen in keiner Weise eine Befürwortung von Futures, Aktien, ETFs, CFDs, Optionen oder von bestimmten Anbietern, Diensten oder Angeboten dar. Sie können nicht als Anlageberatung oder als Empfehlungen irgendwelcher Art ausgelegt werden. Berücksichtigen Sie diese Umstände und lassen Sie sich beraten, bevor Sie Geschäfte irgendeiner Art tätigen.

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